Tiefer und gesunder Schlaf – auch nach der Zeitumstellung

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30. März 2022

Am letzten Sonntag war es wieder so weit: wir haben von der Winterzeit zur Sommerzeit gewechselt. Unserer aller Nacht war damit eine Stunde kürzer. Welche Auswirkungen dies haben kann und was Betroffene dagegen tun können, erfährst du hier.

Der Rhythmus des Lebens

Die Zeitumstellung geht an vielen Menschen nicht spurlos vorbei. Einigen bereitet sie sogar durchaus Probleme: Ein Drittel der Menschen klagen über depressive Verstimmungen, Müdigkeit, Schlafprobleme oder Konzentrationsstörungen (Quelle: Forsa/DAK). Grund dafür ist unsere innere Uhr. Unsere innere Uhr folgt einem 24-Stunden-Rhythmus, weshalb zahlreiche Prozesse in unserem Organismus tageszeitlichen Schwankungen unterliegen. Dazu gehören unsere Körpertemperatur, der Blutdruck sowie die Aktivität von Verdauungssystem und Kreislauf. Auch unsere Hormonproduktion, beispielsweise die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, verändert sich im Tagesverlauf.

Wenn der Körper aus dem Rhythmus fällt

Unser Körper gewöhnt sich an seinen Rhythmus und reagiert teilweise sehr sensibel auf Veränderungen. Wenn ihm nun auf einmal eine Stunde fehlt oder er eine Stunde zu viel hat, fällt er aus eben diesem Rhythmus. Die oben beschriebenen Symptome können die Folge sein. Abhilfe schafft ein konstanter Tag-Nacht-Rhythmus und sich von der zusätzlichen (oder mangelnden) Stunde nicht zu sehr beirren zu lassen. Im Folgenden geben wir dir drei Tipps mit, wie du einen konstanten Tag-Nacht-Rhythmus hinkriegst. Übrigens: diese Methoden helfen auch bei Schlafstörungen, die nichts mit der Zeitumstellung zu tun haben und können von jedem und jeder einfach in den Alltag integriert werden.

Der Körper braucht Tageslicht

Verbringe in den Tagen, an denen dein Schlaf leidet, so viel Zeit wie nur möglich am natürlichen Tageslicht. Kombiniere die Zeit im Freien am besten mit Sport und Bewegung. Viel körperliche Aktivität, frische Luft und Sonnenlicht verbessern die Schlafqualität, fördern das schnellere Einschlafen, regen den Kreislauf an und helfen gegen Tagesmüdigkeit. Wenn du nun abends erschöpft nach Hause kommst, dunkle deine Schlafräume möglichst vollständig ab. Dadurch wird die abendliche Produktion von Melatonin noch zusätzlich angeregt und deinem tiefen Schlaf steht nichts mehr im Weg.

Meide Blaulicht am Abend

Handys, Tablets, Fernseher und Co. sind unsere täglichen Begleiter. Auch am Abend verbringen wir viel Zeit vor den Flimmerkisten. Dies ist aber alles andere als förderlich für unseren Schlaf. Das Licht unserer Geräte hat einen hohen Blauanteil. Dieser senkt die Melatoninproduktion und verhindert so, dass wir müde werden. Auch viele Reader für E-Books haben ein Display mit Blauantiel. Lege deshalb einige Stunden vor dem Einschlafen dein Handy am besten zur Seite, schalte den Fernseher und den Laptop aus und nimm im Bett lieber ein Buch in die Hand als einen E-Reader.

Greife auf pflanzliche Hilfsmittel zurück

Studien belegen, dass Hopfen und Baldrian sich ideal in ihrer schlaffördernden Wirkung ergänzen. Für die Zeit der Umstellung oder bei sonstigen Schlafstörungen können Präparate mit diesen beiden Pflanzen das Einschlafen erleichtern. Lass dich am besten von deiner Apothekerin oder deinem Apotheker beraten. Schöne Träume!