Achte auf deinen Säure-Basen-Haushalt

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20. Juli 2022

Mangelnde Bewegung und eine hohe Zufuhr säurebildender Lebensmittel können zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Die unerwünschten Folgen davon: Müdigkeit, Mineralstoffmangel, Haarausfall und vieles mehr. Umso wichtiger ist es, auf den Säure-Basen-Haushalt zu achten. Wie du das machst, erfährst du in diesem Beitrag.

Sauer oder basisch? Der Säure-Base-Haushalt regelt's.

Die Begriffe «Säuren», «Basen» und «pH-Wert» kennst du eventuell noch aus dem Chemieunterricht. Sie spielen aber auch für deinen Körper eine entscheidende Rolle. Die Mess-Skala des pH-Wertes reicht von 1 bis 14. Alle Werte unter 7 gelten als sauer und alle Werte über 7 gelten als basisch. Weist ein Stoff den pH-Wert 7 auf, ist er neutral. Durch den Säure-Base-Haushalt wird der pH-Wert deines Körpers in einem konstanten Bereich, dessen Werte zwischen 7.35 und 7.45 liegen sollten, gehalten. Wenn der Säure-Base-Haushalt durch die falsche Nahrungszufuhr oder andere Faktoren gestört ist, kommt es zur Über- bzw. Untersäuerung. Aufgrund unserer Ernährung und der oft viel zu hohen Zufuhr säurebildender Lebensmittel, kommt eine Übersäuerung häufiger vor als eine Untersäuerung. Eine Untersäuerung, die lediglich einer entsprechenden Ernährung geschuldet ist, ist nahezu unmöglich.

Der Körper mag beides

Eine Übersäuerung (Azidose) tritt auf, wenn der Säure-Basen-Haushalt gestört ist und der pH-Wert unter 7.35 fällt. Eine Untersäuerung (Alkalose) tritt demgegenüber dann auf, wenn der pH-Wert im Blut über 7.45 steigt. Der Körper mag je nachdem beides: Während der pH-Wert des Blutes oder der Gallenflüssigkeit basisch sein sollte, mögen es der Dickdarm und der Magen leicht sauer. Eine Alkalose ist wie bereits erwähnt zwar seltener, kann jedoch bei andauerndem Erbrechen oder bei Verlust der Magensäure ebenfalls entstehen. Ist der Säure-Base-Haushalt gestört, kann dies in beiden Fällen zu einer überdurchschnittlichen Ausscheidung von Mineralstoffen oder Spurenelementen wie Magnesium, Zink oder Ähnlichem führen. Infolgedessen greift der Körper dann auf die Knochenspeicher zurück, was zu einer Knochendemineralisierung und damit zu einer Vorstufe von Osteoporose führen kann.

Wie kommt eine Übersäuerung zustande?

Viele Faktoren können zu einer Übersäuerung führen:

  • Säurebildende Lebensmittel wie Wurst, Käse, Getreide, Teigwaren etc.
  • Süssgetränke
  • Fehlende Bewegung (und damit verbunden eine reduzierte Säureausscheidung)
  • Psychische und physische Belastung

Zu einem Säure-Basen-Haushalt gehört natürlich auch die Säure dazu, weshalb Säuren nicht komplett verteufelt werden dürfen. Hier kommen die «guten» säurebildenden Nahrungsmitteln ins Spiel. Dazu gehören beispielsweise Hülsenfrüche, Hirse, Bio-Getreide, Bio-Tofu oder Kakopulver. Diese darfst und solltest du in Massen geniessen.

Basische Ernährung wirkt einer Übersäuerung entgegen

Um den Säure-Basen-Haushalt aufrecht zu erhalten, lohnt es sich natürlich, auf säurebildende Nahrungsmittel zu verzichten. Die «guten» säurebildenden Nahrungsmittel kannst du weiterhin geniessen, achte aber darauf, auch regelmässig basische Produkte in deinen Speiseplan miteinzubeziehen und auf genügend Bewegung zu achten! Bei der basischen Ernährung wird der Fokus auf basenreiche Lebensmittel gelegt, während auf den Verzehr von säurebildenden Lebensmitteln vorwiegend verzichtet wird. Mit einer basischen Ernährung wird nicht nur einer möglichen Übersäuerung vorgebeugt, sondern eine bereits bestehende Übersäuerung vermieden. Der Säure-Basen-Haushalt wird damit wieder in ein Gleichgewicht gebracht. Greife dazu auf Lebensmittel mit hohem basischen Gehalt zurück. Dazu zählen beispielsweise:

  • Grüngemüse (Spinat, Blattsalat, Wirsing etc.)
  • Kräuter (Brennesseln, Petersilie etc.)
  • Obst
  • Kartoffeln
  • Nüsse
  • Pfanzliche Öle (Oliven-, Leinsamen-, Kokosnussöl etc.)
  • Ungesüsste Getränke wie Wasser oder Tee